An das   
Bundesministerium für Gesundheit   
An die Medienvertreter   

Sehr geehrte Frau Dr. Kdolsky!   
Sehr geehrte Damen und Herren!   
   
Die Nichtraucherzone ist für die Katz'  
Schon beim Eintritt im "Cafe-Restaurant Wilder Mann" in Innsbruck schlägt mir eine Rauchwolke entgegen. Ich stehe einige Momente in stark verrauchter Luft und schalte sofort auf eine atmungswidrige Flachatmung um. Dann suche ich die Nichtraucherzone, die im hintersten Teil des Lokals zu finden ist. Da keine Raumtrennung vorhanden ist, sind die wenigen Nichtraucher - Tische jedoch nicht mit viel weniger Rauch ausgestattet. Jeder neue Gast bringt Raucherluft in den Nichtraucherbereich und auch die Kellnerin mischt unbewusst durch das Hin und Her ihrer Bedienung die zwei Luftbereiche gehörig durcheinander. Ich kehre um und stehe wieder voll im Raucherraum. Nun kommen auch jene, mit denen ich mich treffen wollte. Ich mache deutlich, dass ich hier nicht verbleiben kann. Zur Kellnerin gewandt sagte ich: "Die Nichtraucherzone ist für die Katz'. Ich bin in den wenigen Minuten schon so voller Rauch, dass ich gehen muss." Sie sagte: "Wenn es keinen Raucherbereich mehr gebe, verliere ich die Gäste. Ein Rauchverbot funktioniert nur dann, wenn es alle gleich machen müssen. Das ist die einzige Lösung: ein generelles Rauchverbot." Für mich war erfreulich, dass selbst das Personal meine Ansicht vertritt. Übrigens eine Aussage, die ich bisher auch von allen anderen Wirten gehört habe: "Wenn es von oben her angeordnet wird, und es alle gleich machen müssen, habe ich kein Problem mit einem generellen Rauchverbot."   
Robert Rockenbauer, Innsbruck   
   
Trotz Nichtraucherraum kommen wir verstunken nach Hause 
Mit meiner Frau fahre ich zum Abendessen nach Hall zum "Schwarzen Adler". Nachdem wir uns vorher erkundigt haben, ob es auch einen Nichtraucherraum gibt, schreiten wir mutig ins Lokal. Wir werden freundlich in den Nichtraucherraum geführt und sind vorerst die einzigen Gäste dort. Die freiwillige Vereinbarung von 40 Prozent Nichtraucheranteil dürfte ziemlich genau stimmen. Wir können rauchfrei essen, zumindest optisch, denn es gibt keine Türe, die uns vom Qualm aus dem Raucherraum schützen könnte. Unser Mäntel hängen an der Garderobe, die sich im Grenzbereich zum Raucherraum befindet. Das Lokal füllt sich mit immer mehr Gästen. Die Rauchschwaden werden immer dichter. Für uns wird es Zeit zu gehen. Im Auto trifft uns dann das Entsetzen. Die Kleidung hat so vom Rauch angenommen, dass alles stinkt. Obwohl wir in einem Nichtraucherraum waren, kommen wir doch verstunken nach Hause. Sofort geben wir die Wäsche in die Waschmaschine, damit nicht noch die ganze Wohnung den ekligen Rauchgeruch annimmt. Selbst im Auto war am nächsten Morgen der Rauch noch nicht verschwunden.   
Robert Rockenbauer, Innsbruck   
   
Ich veranstaltete am 9. und 10.2.2007 im Inntalcenter in Telfs, gegenüber einem Cafe, eine christliche Buchausstellung. Es sind keine Rauchverbotsschilder an den Eingangstüren angebracht, obwohl dies ab 1.1.2007 verpflichtend wäre. Nach zwei Tagen haben die Bücher so vom Rauch angenommen, dass sogar am nächsten Tag, als ich die Bücher wieder im Geschäft in die Regale eingeräumt habe, ein leichter Rauchgeruch wahrnehmbar war. Natürlich musste ich auch jeden Tag die Kleidung bis zur Unterwäsche wechseln, so sehr hat alles nach Rauch gestunken.   
   
Kommentar: 
Jeder Nichtraucher und jede Nichtraucherin kann die selben Erfahrungen machen. Die Beispiele sind nur ein Beweis, dass Nichtraucherzonen nicht funktionieren. Deshalb sollte nicht länger Zeit mit Evaluierungen verschwendet werden, denn es kann kein anderes Resultat bringen, als dass der Nichtraucherschutz nicht funktioniert. "Es gilt zu handeln!", das war der Ausspruch vom früheren Senator Robert Kennedy. Das war in den 70iger Jahren! 30 Jahre danach sollte die Gesundheitspolitik endlich Nägel mit Köpfen machen und ein Nichtraucherschutzgesetz verabschieden, das auch sanktionierbar ist. Der Traum eines friedlichen Miteinanders zwischen Rauchern und Nichtrauchern bleibt Wunschdenken, oder geht zu Lasten der Nichtraucher. Entweder ich bin für den Schutz der Nichtraucher, dann kann ich nicht gleichzeitig erlauben, dass jemand neben mir raucht. Oder ich bin für die Freiheit der Raucher, dann kann es keinen Nichtraucherschutz geben. Nichtraucherschutz ist aber ein höherrangiges Grundrecht, das vor allen anderen persönlichen Rechten des Rauchers steht! Es gilt zu handeln, auch in Österreich! 

Arena am 21.11.2006 in Graz - Diskussion zum Nichtraucherschutz  
  
Im Zuge der Kleinen Zeitung Arena am 21.11.2006 in Graz waren Raucher- und Nichtrauchervertreter zu einer Podiumsdiskussion geladen. Ein besonderer Gast war LR Helmut Hirt, welcher die aktuelle Rauchverbotsdiskussion in Österreich ausgelöst hatte.  
  
Der Dom im Schloßberg wirkte von außen idyllisch friedlich. Im Herzen des Berges schien sich tatsächlich eine „Arena“ aufzutun, wo die Gladiatoren der Raucher- und Nichtrauchergruppierungen sich ein Wortgefecht lieferten. Und eines war von Anfang an klar: Die Rauchervertreter hatten an diesem Abend nichts mehr zu lachen. Ihre Argumente waren nicht haltbar, ja lächerlich. Entsprechend empört reagierten die Nichtraucher, welche zahlreich dafür sorgten, dass die Rauchervertreter einem Bombardement von Kritik ausgeliefert wurden. 
  
Schon in seiner Einleitung zog der Fachverbandsvorstand der Gastronomie, Karl Wratschko, den Unmut der Gäste auf sich als er im Gegensatz zu den allgemein bekannten positiven Wirtschaftsstudien aus Irland und Italien, die alte Leier von rigorosen Geschäftseinbußen von sich gab. Eigentlich war es zynisch gemeint, als Herr Wratschko forderte, dass es wohl besser sei, den Verkauf von Tabakwaren generell zu verbieten, um damit alle Probleme aus der Welt zu schaffen. Vor allem die Nichtrauchervertreter nahmen ihn beim Wort und stimmten dieser Idee mit Wohlwollen und Applaus zu.  
  
Der 3-Hauben-Koch Dieter Dorner, (Raucher) argumentierte, dass ein Raucher ein „kranker Mensch“ sei, und man ihm das Rauchen auch mit Rücksicht auf seine Krankheit nicht verbieten darf. Werner Pregetter, Leiter der Österreichischen Schutzgemeinschaft für Nichtraucher in der Steiermark, konterte daraufhin mit der Tatsache, dass es seit Jahren ein Rauchverbot in den Flugzeugen gibt und Raucher das ebenso ohne Bordpsychologen und Raucherkammerl aushalten. Das Flugzeug-Rauchverbot war es auch, mit welchem sich Herr Wratschko ein sehr peinliches Eigentor schoss: Er wollte die gegenwärtig negative wirtschaftliche Lage der AUA mit dem Rauchverbot in Verbindung bringen, womit er nur Gelächter auf sich zog. Sogar der Moderator Bernd Olbrich schritt ein und meinte, dass das aber garantiert nichts mit dem Rauchen zu tun hat. 
   
Ebenso engagiert reagierte Prof. Hammer vom ÖAAB in der Steiermark, welcher schon vor einiger Zeit ein entsprechendes Verbot forderte.  
Bei der Publikumsdiskussion hagelte es nur so an Kritik und Empörung gegenüber den beiden Rauchervertretern Dorner und Wratschko.  
Besonders interessant war ein Kommentar von Herrn Frühwirt, welcher selbst ein Weingut und eine Buschenschank besitzt, bzw. der den 800 Buschenschanken der Steiermark vorsteht. So brachte dieser zum Ausdruck, dass die Buschenschanken, nicht zuletzt um familienfreundlich zu bleiben, bereits ein Rauchverbot umsetzen bzw. höchst befürworten. Wie Musik in den Ohren eines Nichtrauchers klang es, als Herr Frühwirt folgende Worte zu LR Hirt sprach: „Sehr geehrter Herr Landesrat, wir Buschenschankenbetreiber der Steiermark begrüßen ein Rauchverbot sehr und appellieren an Sie,  
setzen Sie ein gesetzliches Rauchverbot durch!“  
  
Ins Fettnäpfchen wiederum griff der Rauchervertreter Dorner nach einer Beschwerde einer jungen Mutter, welche es nicht eingesehen hat, dass sie und ihre Kinder in Restaurants eingenebelt werden. Er verkaprizierte sich darauf, dass es nicht verantwortungsvoll sei, mit Kindern in ein Restaurant zu gehen. „Kleinkinder haben dort nichts verloren!“, so der Rauchervertreter. Herr Pregetter konterte daraufhin sinngemäß: „Sie wollen wohl ein Lokalverbot für Familien einführen!“  
  
Die Nichtrauchervertreter Landesrat Hirt und Prof. Forche (Lungenfacharzt) agierten ruhig, kompetent und hatten das Publikum klar hinter sich. So kam es oft vor, dass bei den Kommentaren der Rauchervertreter kaum wer klatschte. Wenn die Nichtrauchervertreter etwas sagten, gab es starken Beifall.  
Sehr kompetent war auch die Aussage von Prim. Günter Forche, welcher darauf hinwies, dass es nun schon seit 30 Jahren Aufklärung bezüglich Rauchen gibt. Und die Anzahl der Raucher hat sich seither vervielfacht. Er brachte dann auch klar zum Ausdruck, dass die Aufklärung definitiv gescheitert ist und konsequente Vorgehensweisen notwendig sind.  
  
Am prägnantesten war sicherlich das Abschlusswort von LR Helmut Hirt, welcher seinen SVP-Amtskollegen LR Dr. Richard Theiner zitierte: „Die Zustimmung der Bevölkerung liegt nach einem Jahr bei annähernd 90 Prozent. Ich würde heute angepöbelt werden, wenn ich es (Anm. Red.: das  
Rauchverbot in der Gastronomie) nicht gemacht hätte.“  
Eines wurde nach diesem Abend klar: Nichtrauchen liegt klar im Trend!  

Bericht von Werner Pretter (veröffentlicht auch in der NRZ 4/2006)  

Werteumkehr  
Warum werden Nichtraucher auch heute noch sehr gerne mit den Begriffen „militant“, „fanatisch“, „intolerant“, „Feldzug gegen die Raucher“, „Inquisatoren“, „Raucherhatz“, usw. in Verbindung gebracht? Die Erklärung scheint einfach zu sein: Hier wird wohl versucht, das Gute, welches als Gegenpol zum Schlechten anzusehen ist, schlecht zu machen, wodurch das Schlechte eben auch gut gemacht wird. Klingt verwirrend, ist aber wohl der Kern der Sache. Kurz: Eine Umkehrung der Wertewelten wird hier kommunikativ bewusst angestrebt.  
Konfrontieren Sie solche „Werteumkehrer“ mit der Wahrheit: Wer schädigt wen? Rauchen, auch Passivrauchen, ist für viele Krankheiten und vorzeitigen Tod verantwortlich! Nichtrauchen hingegen ist der Normalzustand!  
Werner Pregetter 

Offener Brief  

Sehr geehrte Frau Landesrätin Dr. Zanon!  
Habe nicht mit einer Antwort gerechnet, freue mich aber darüber. Danke!  
Ihre Einstellung, den Gastwirten eine Chance zu geben, die freiwillige Vereinbarung bis Jahresende zu erfüllen, kann ich nachvollziehen. Andererseits aber haben die Gastwirte nur in etwa 30 Prozent der in Frage kommenden Betriebsgröße den Nichtraucherschutz umgesetzt. Die meisten haben ohne bauliche Veränderung gar keine Möglichkeit, eine Nichtraucherzone einzurichten. Denn ein Taferl am Tisch "Bitte nicht rauchen" schützt mich noch lange nicht vor dem Rauch am Nachbartisch! Dazu gibt es einfach schon zu viele Untersuchungen, dass diese "Trennung" nicht funktioniert. War auch in den Flugzeugen so, dass der Rauch der hinteren Plätze letztlich im ganzen Flugzeug zu riechen war. Was ich riechen kann, ist auch schädlich. Deshalb wurde ein generelles Rauchverbot in Flugzeugen eingeführt. Und, oh Schreck: die Raucher haben's überlebt!  
  
Nur ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie verhindert einen Wettbewerbsnachteil bei denen, die nicht entsprechende Räume aufweisen. Es ist unverständlich, warum man die Freiwilligkeit so in den Vordergrund stellt, obwohl man wissen kann, dass es nicht möglich ist, mit Freiwilligkeit einen Nichtraucherschutz zu erreichen. Bei genauem Studium unserer Nichtraucher-Zeitung wären Sie besser informiert gewesen. Der schwedische Gesundheits- u. Sozialminister Morgan Johannsson sagt: "Es gibt keinen einzigen Hinweis darauf, dass es möglich ist, das Ziel rauchfreie Restaurants und Bars mittels freiwilliger Vereinbarung zu erreichen!" Seit 1993 wurde die Freiwilligkeit vereinbart und bis heute nicht umgesetzt. Glauben Sie mir, es helfen nur Gesetze. Seit 1975 arbeiten wir für den Schutz der Nichtraucher. Von der Sachlage und der normalen Logik müsste dieser Nichtraucherschutz schon seit Jahrzehnten bis in den letzten Winkel hinein vollzogen sein. Das Gegenteil ist der Fall: M-Preis und Spar haben in ihren Baguettes und Bistros Rauchertische eingeführt, und daneben wird Brot und Gebäck ausgehändigt. Diesbezüglich habe ich das Gesundheitsministerium veranlasst, entsprechende Spreiben zu verfassen, damit dieser Wahnsinn aufhört. Dass Österreich und Deutschland die raucherfreundlichsten Länder in Europa sind, ist keine Auszeichnung, sondern eine Schande. Das schadet unserem Tourismus sehr, denn viele Leute kommen aus Ländern, wo sie in ihrer eigenen Heimat einen wesentlich besseren Nichtraucherschutz vorfinden als bei uns. Solche kommen nicht gerne wieder, wenn sie bei uns eingenebelt werden und gesundheitlichen Schaden erleiden, anstatt sich in unserer schönen Natur erholen zu können.  
  
Es gibt überhaupt kein Argument, das die Rauchfreiheit rechtfertigen könnte. Und es gibt auch keine bessere "Entwöhnungsmethode" als die Rauchmöglichkeit immer mehr einzuschränken. Seit 31 Jahren sagen wir: "Rauchen muss auf jene Erwachsene beschränkt bleiben, die sich in ihrem Tun einig sind und dabei nicht andere Mitmenschen belästigen und gesundheitlich gefährden. Gesundheitsschädigung ist nicht toleranzfähig, weshalb es klarer Gesetze bedarf. Der Raucher hat keinen Anspruch, seine Sucht auf Gesundheitskosten anderer in der öffentlichkeit auszuleben!"  
Dass in Ländern mit einem generellen Rauchverbot in der Gastronomie, am Arbeitsplatz, an öffentlichen Orten usw. die Gesundheit der Bürger sich wesentlich verbessert hat, haben wir in unserer Nichtraucher-Zeitung immer wieder aufgezeigt. Auch auf <www.aerzteinitiative.at> sind darüber zahlreiche gute wissenschaftliche Arbeiten zu finden, auch aus Österreich. Es geht auch die Zahl der Raucher durch Rauchverbote an allen Arbeitsplätzen nachweislich zurück und die verbleibenden Raucher rauchen im Schnitt weniger, was ja auch in Ihrem Interesse liegt.  
  
Ihre Standpunkte, die Sie in der "TT" vom 14.11. und 15.11.2006 mitgeteilt haben, mögen gut gemeint sein, tatsächlich aber fallen Sie damit unserer Aufklärungsarbeit und den Bemühungen um einen wirksamen Nichtraucherschutz in den Rücken. Im Ausland macht man schon Witze über Österreich, das ab 2007 nur die Nicht-Ausschilderung, aber nicht das Rauchen unter dem Verbotsschild unter Strafe stellt. Ein Gesetz ohne Sanktionen ist unvollständig und kann die negative Folge haben, dass auch andere Gesetze nicht mehr ernst genommen werden.  
So wichtig die Wirtschaft ist, die Gesundheit ist noch wichtiger und diese haben Sie sich zur Aufgabe gemacht. Herr Lindenberger (*) hat nicht lange gefragt, ob es dem Bürger recht ist, wenn 100 km/h auf der Autobahn zwichen Kufstein und Zirl verordnet wird, sondern hat alleinig den gesundheitlichen Aspekt im Auge. Diese Maßnahme ist zwar sehr umstritten, trotzdem wurde sie eingeführt und wird auch stark kontrolliert. In Bezug auf das Rauchen und Passivrauchen sind die Fakten so eindeutig, dass jede Verzögerung für einen wirksamen Nichtraucherschutz eine fahrlässige Körperverletzung bedeutet, für die die Verantwortlichen geklagt werden könnten.  
  
Ich bitte Sie daher, sehr geehrte Frau Landesrätin, sich mutig und tatkräftig für die Gesundheit unserer Bürger und Bürgerinnen einzusetzen und dafür zu sorgen, dass niemand mehr unfreiwillig mitrauchen muss (auch in Bars und Diskotheken!). Unterstützen Sie bitte auch unsere Arbeit mit einer größeren Förderung als bisher, damit wir die Nichtraucher-Zeitung einem größeren Publikum zugänglich machen können. 10.000,- Euro wären dazu notwendig. Nur aufgeklärte Bürger treffen die richtige Entscheidung und helfen damit Rauchern und Nichtrauchern. Leider geistern immer noch viel zu viele kontroverse Diskussionen zum Thema Rauchverbot in der Gastronomie in den Medien herum. Bauchentscheidungen sind angesichts der katastrophalen Auswirkungen des Rauchens fehl am Platz.  

Mit freundlichen Grüßen  
Robert Rockenbauer, Bundesleiter  
Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher

Freie Luft für freie Bürger 
  
Politiker fordern ein Rauchverbot, die Lobby wehrt sich. ZEIT-Redakteurin Andrea Böhm plädiert vehement dafür, dem Beispiel anderer Länder zu folgen und Nichtraucher wie sie zu schützen. 
  
Sie rauchen gern im Café? An oder neben meinem Tisch? Dann stellen Sie sich folgendes Szenario vor: Auf jede Wolke, die Sie genüsslich in die Tiefe des Raumes blasen, antworte ich Ihnen mit einer Schwade aus meinem Raumspray ­ inklusive einer penetranten Bergamotte-Duftnote und Allergie auslösender Partikel. Macht bei ­ sagen wir ­ zwölf Zügen pro Zigarette zwölf gesprühte Vergeltungsschläge. Spätestens nach der zweiten Zigarette werden Sie mich beschuldigen, die Luft zu verpesten. Nach der dritten werden Sie den Kellner auffordern, mir Hausverbot zu erteilen. In Cafés zu trinken, zu philosophieren oder sich aufzuwärmen ist ein kulturelles Grundrecht ­ vor allem in Europa. In Cafés andere Gäste zu zwingen, Formaldehyd, Benzol und Nitrosamine einzuatmen, ist ein Akt fahrlässiger Körperverletzung. Erzählen Sie mir also nicht, dass ein Rauchverbot in Gaststätten Ausdruck eines gängelnden Staates sei, der dem selbstverantwortlichen Bürger Fesseln anlege.  
  
Der Staat schützt uns freiheitsliebende Bürger ständig vor uns selbst. Zum Beispiel verbietet er uns, den Hausmüll aus dem Fenster zu werfen, und schreibt uns vor, sich beim Autofahren anzuschnallen. Ersteres finden wir völlig einleuchtend, weil inzwischen jeder begriffen hat, dass vermüllte Straßen und Hinterhöfe ein Gesundheitsrisiko darstellen. Was die Anschnallpflicht betrifft, so prophezeiten einige bei ihrer Einführung den Untergang des Abendlandes, doch am Ende siegte die Lernfähigkeit des Menschen über seine Angewohnheit, Freiheit mit Idiotie zu verwechseln. Erzählen Sie mir bitte auch nicht, dass ein solches Rauchverbot die Gastwirtschaft im Allgemeinen und die gute, alte Eckkneipe im Besonderen ruinieren würde. In den Bars und Restaurants von Dublin, New York oder Rom darf man seit einigen Jahren keine Zigarette mehr anzünden. Nirgendwo verzeichnet die Gastronomie schrumpfende Umsätze. Im Gegenteil: Es wird mehr konsumiert. Der Mensch, so die sensationelle Erkenntnis, speist und trinkt lieber und länger dort, wo es nicht stinkt. Last, not least: Verschonen Sie mich mit dem Vorwurf, dass sich mit amerikanischen Gesundheitsfundamentalisten gemein macht, wer auf einem rauchfreien Kaffeehaus besteht. In den USA ­ das ist wahr ­ haben die ersten Arbeitgeber ihre Angestellten mit einem 
absoluten Rauchverbot belegt, das auch nach Feierabend gilt. Wer daheim mehrmals mit einer Zigarette erwischt wird, kann sich einen neuen Job suchen. Dass Amerika nicht nur Land der unbegrenzten Freiheit, sondern auch der unmöglichen Begrenztheiten ist, hat schon Egon Erwin Kisch bei seinem ersten USA-Besuch festgestellt ­ und der durfte damals noch nach Herzenslust qualmen. Keine Sorge: Das Recht, sich die eigene Lunge zu ruinieren, soll hier niemandem streitig gemacht werden. Er muss es nur dort tun, wo er niemanden stört. Von mir aus auch bei mir auf dem Balkon.  
  
Andrea Böhm  
©  DIE ZEIT 14.06.2006 Nr.25 
Presseaussendung: Achtung, alle Tschicks sind hochgiftig! 
Interessen der Tabakindustrie vor Interessen der Gesundheit ? 
  
Leoben (18.06.2006/07:00) Die Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher zeigt sich im Bezug auf die gegenwärtige Presseaktion von Bundesministerium für Gesundheit und Frauen, Austria Tabak und Kronen Zeitung irritiert. "Illegale Tabakwaren zu kritisieren, während gegen ebenfalls schädliche ‚legale’ Tabakprodukte kaum etwas unternommen wird, wirkt unglaubwürdig" meint der Bundesleiter Robert Rockenbauer aus Innsbruck. „Außerdem sind Kooperationen zwischen Gesundheitsministerium und Austria Tabak immer bedenklich bzw. klar abzulehnen.“  
  
Zu Recht stellt sich die Frage, warum das Gesundheitsministerium bei den „illegalen Tabakprodukten“ so konkret auftritt und bei „legalen Tabakprodukten“ bislang einen Weg geht, welcher den Tabakkonsum eher begünstigt aufrecht erhält, anstatt ihn mit gezielten Maßnahmen zu bekämpfen. So z.B. durch ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie, generelles Rauchverbot in Schulen und Sanktionen für Verstöße gegen das Tabakgesetz. „Von Sicherheit zu sprechen, wenn die Zigaretten in der Trafik gekauft werden, grenzt schon an Schizophrenie“, so Rockenbauer in einer Aussendung, „denn alle Rauchwaren sind so schädlich, dass sie, wenn sie heute neu auf den Markt kämen, nie eine Produktionsgenehmigung bekommen würden.“  
  
Dieser plötzliche Sinneswandel lässt die berechtigte Vermutung aufkommen, dass das Gesundheitsministerium sich nur dann für die Gesundheit der Bevölkerung einsetzt, wenn wirtschaftliche bzw. finanzielle Interessen dahinter stehen. Bei den „Mafia-Tschicks“ verliert die Tabakindustrie und der Finanzminister viel Geld. Und siehe da, schon wächst im Gesundheitsministerium rigoroses Gesundheitsbewusstsein und eine entsprechend auffällige Aktion wird durchgeführt. Wir werden Zeugen einer immer dramatisch werdenden politischen Realität: Bei politischen Entscheidungen geht es anscheinend nicht mehr um Vernunft und um das Wohl des Volkes, sondern definitiv nur noch um finanzielle Interessen! 
  
„Wer, wie die Austria Tabak selbst millionenschwere Geschäfte mit giftigen Tabakprodukten macht, sollte sich überlegen, ob sie überhaupt eine Berechtigung besitzen, derartig aufzutreten: Wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen!“, so Rockenbauer. 
  
Es ist eine allgemein bekannte Tatsache, dass Tabakprodukte bei bestimmungsmäßigen Gebrauch für Raucher und Nichtraucher absolut gesundheitsschädlich sind. 14.000 Raucher sterben jedes Jahr vorzeitig allein in Österreich an den Folgen ihrer Sucht. Jeden Tag sterben zudem zwei unschuldige Passivraucher an den Folgen des tödlichen Qualms. 
Fazit: „Nicht nur die „Mafia-Tschicks“, sondern auch die legal erzeugten Tabakwaren sind pures Gift und ein Problem, welches wir engagiert in den Griff bekommen müssen. Allein schon unseren Kindern und Jugendlichen zuliebe!“ 

Autor: Werner Robert Pregetter, Pebalstr. 5, 8700 Leoben, Tel.: 0699 155 44 255 
e-Mail: office@pregetter.at 
Web: http://www.pregetter.at 

Aussender und Ansprechperson: 
Österreichische Schutzgemeinschaft für Nichtraucher 
Robert Rockenbauer, Thomas-Riss-Weg 10, 6020 Innsbruck, Tel./Fax.: 0512 – 268025 
e-Mail: nichtraucher@utanet.at

From: "Schutzgemeinschaft für Nichtraucher" <nichtraucher@utanet.at> 
To: "Annett Hudasch" <hudasch@lentas.org> 
Subject: Re: kurzes Interview 
  
> Wir fordern seit Jahren ein generelles Rauchverbot in der Gastronomie, weil nur so ein Wettbewerbsnachteil verhindert werden kann und die 
Durchführung wesentlich leichter kontrolliert werden kann. Alle seriösen Umfragen bescheinigen, dass es bei einem Rauchverbot zu keinen 
Umsatzeinbußen der Wirte kommt und die Mehrheit der Bevölkerung für ein generelles Rauchverbot ist. Nichtraucherzonen sind medizinisch gesehen 
ein Unsinn, da sie keinen wirklichen Nichtraucherschutz bieten. An keinem anderen Ort sind Angestellte, Gäste und deren Kinder dem Tabakrauch so ungeschützt ausgesetzt. Gaststätten zählen zu den meistbesuchten Einrichtungen mit Publikumsverkehr. Es ist höchster Handlungsbedarf gegeben und daher unverständlich, dass in Österreich darüber diskutiert wird, wo in anderen Ländern bereits eine erfolgreiche Umsetzung für ein Rauchverbot in der Gastronomie erfolgte. 
  
> Die Gemeinheit beim Nichtraucherschutz besteht darin, dass der Gesetzgeber den Konflikt auf der untersten Ebene, nämlich zwischen Rauchern und Nichtrauchern austragen lässt, anstatt den Nichtraucher per Gesetz so zu schützen, dass dieser keine Konfrontation mit dem Raucher eingehen muss. Rücksichtnahme funktioniert offensichtlich nur dann, wenn sie gesetzlich verordnet wird und Zuwiderhandlungen sanktioniert werden. Ein Tabakgesetz ohne Sanktionen ist eine Bankrotterklärung der Gesundheitspolitik!
Zur Information. Meine Tenniskolleginnen und ich fragen immer nach Nichtraucherzimmern. Ecken sind uns zu wenig. Des weiteren habe ich in der Fernsehsendung (ATV+) immer wieder darauf hingewiesen, dass Rauchen eine Sucht ist, die uns allen schadet, nicht nur dem der raucht. 
 lg 

Guten Morgen! 
Ich frage: Warum ist es in Graz nicht möglich, Nichtraucherzimmer, bzw. -zonen zu errichten. Meine Freundinnen und ich hatten folgende Erlebnisse:  Brauerei Puntigam: Kein Nichtraucherzimmer, wir verzogen uns in den letzten Winkel um dem Passivrauch (Feinstaub) zu entkommen. Daneben  war ein Seminarraum  und dort durfte nicht geraucht werden. Die Seminarteilnehmer kamen heraus und haben uns eingenebelt, worauf wir fluchtartig das Lokal verließen. Wir werden sicher erst wieder dorthin gehen, wenn ein Nichtraucherraum eingerichtet ist. 
Cineplexx: Wir setzen uns hocherfreut in in Cafe, wo auf den Tischen keine Aschenbecher sind. Die Kellnerin kommt und stellt Aschenbecher vor uns hin. Auf unseren Hinweis, dass wir ein Nichtrauchercafe erwartet haben, meinte sie, dies kann man nicht durchsetzen. Auf unsere Frage, warum es in anderen Ländern möglich ist und nur nicht in Österreich, wußte sie keine Antwort. 
Das neu umgebaute Hilmteichschlössl: Auf meine Frage wo der Nichtraucherraum ist, meinte die Kellnerin, es seien einige Tische ohne Aschenbecher, doch man könne es nicht verbieten. 
      
Wie komme ich dazu, dass meine Lebenserwartung um Jahre gesenkt wird und meine Lebensqualität bis dahin eingeschränkt, nur weil es Süchtigen so gefällt? Mich wundert es nicht, dass so viele Jugendliche süchtig sind, wenn die Nikotinsucht der Eltern toleriert wird und Kleinkinder bereits passiv mitrauchen müssen. 
mit freundlichen Grüßen 
Gertrude Weingerl

Sehr geehrter Herr Rockenbauer! 
Anbei eine Information aus dem Newsletter von Netdoktor.at. Die Broschüre Passivrauchen, die man bei der Krebshilfe anfordern kann, dient als Argumentationshilfe für Nichtraucher für den Nichtraucherschutz. 
Mit freundlichen Grüßen 
Karin Kurzmann 
  
Dicke Luft in Österreich: Spitzenreiter bei Passivrauch (2006-05-30) 
Zwei bis drei Menschen am Tag sterben in Österreich an den Folgen des Passivrauchens. Die unmittelbare Todesursache ist dabei meist Schlaganfall oder Herzinfarkt; hinzu kommen Fälle von Lungenkrebs und chronischen Erkrankungen der Atemwege. Aufgrund dieser erschreckenden Fakten legt die Österreichische Krebshilfe anlässlich des Welt-Nichtraucher-Tages am 31. Mai einen Schwerpunkt auf die Gefahren durch das unfreiwillige Mitrauchen. 
Im Vergleich mit sechs anderen EU-Staaten, so informieren die Experten, müssen hierzulande – etwa in Restaurants, Bars, aber selbst in Spitälern – besonders hohe Nikotin-Konzentrationen in der Luft gemessen werden. Um diesem Missstand entgegenzuwirken, strengere Rauchverbote gefordert: Diese würden einerseits zum Schutz der Nichtraucher beitragen, andererseits Nikotin-Abhängigen helfen, ihren Konsum einzuschränken oder aufzugeben, zeigt sich HNO-Spezialist Reinhard Kürsten überzeugt. 
Hintergrund für diese Ansicht sind nicht zuletzt Daten aus jenen Ländern, in denen bereits umfassende Rauchverbote eingeführt wurden. So hätten etwa in Umfragen in Irland 90 Prozent der Ex-Raucher angegeben, dass das Inkrafttreten der schärferen Regelungen ihnen den Ausstieg erleichtert habe. Und auch in Italien sei die Zahl der Konsumenten im Laufe des ersten Jahres nach Einführung des Rauchverbots um eine halbe Million Menschen geschrumpft. 
Erhöhtes Krebsrisiko bei Kellnern 
Auch Österreich hat sich dazu verpflichtet, wirksame Maßnahmen zum Schutz vor Passivrauch am Arbeitsplatz, in öffentlichen Verkehrsmitteln und an 
geschlossenen öffentlichen Orten zu beschließen. Ausgenommen sind derzeit freilich jene Arbeitnehmer, die ihr Brot in Restaurants und Cafés verdienen: Sie rauchen nach wie vor mit den Gästen mit. "Mitarbeiter in Gastronomiebetrieben", so betont denn auch Kürsten, "haben ein 50 Prozent höheres Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken." Nur ein absolutes Rauchverbot auch an diesen Arbeitsstätten könne die Angestellten – und das abstinente Publikum – vor den Gesundheitsrisken des blauen Rauchs schützen. 
Um über Nichtraucherschutz und die Gefahren durch das Passivrauchen verstärkt aufzuklären, hat die Krebshilfe nun eine Broschüre zum Thema herausgegeben. "Wir möchten vor allem all jenen helfen, die schon lange unter ihrem qualmenden Arbeitskollegen leiden. Denn sie haben ein Recht auf einen rauchfreien Arbeitsraum. Wir möchten das Selbstbewusstsein der Nichtraucher stärken und Legitimationshilfen geben", beschreibt Krebshilfe - Präsident Paul Sevelda die Ausrichtung des Info-Hefts. Die Broschüre ist kostenlos bei den Beratungsstellen der Krebshilfe in ganz Österreich erhältlich, und kann unter der Telefonnummer 01-7966450 oder per E-Mail unter service@krebshilfe.net angefordert sowie im Internet heruntergeladen werden.
hallo, nichtraucher !   
ich bin begeisterte hobby-tänzerin und seit Mai vorigen Jahres Mitglied in einem line-dance club. das tanzen macht unheimlich viel spaß,die leute sind auch recht nett. was mir jedoch total missfällt ist, dass fast alle raucher sind. jetzt dauert so ein tanzabend knapp 3 stunden, in denen ich bis zum umfallen eingenebelt werde. fazit : entweder aufs gesellige tanzen verzichten oder einqualmen lassen, brennende augen, kratzige stimme am nächsten tag und stinkendes gewand in kauf nehmen. früher war ich als "militante nichtraucherin" verschrieen, jetzt bin ich auch schon ein wenig mundtot. als nichtraucher hast du fast keine chancen, vor allem , wenn du derart in der minderheit bist.... 
wie sehr wünsche ich mir allg. rauchverbot in lokalen. gibt es keine möglichkeit das endlich durchzusetzen ?? 
lg an alle rauch-unterdrückten , Renate 
P.S. welcher raucher stellt sich freiwillig an ein  qualmendes feuer, um den rauch einzuatmen ?? ich habe raucher noch nie verstanden

ZURÜCK 2005  |  2004  |  2003  |  2001